Aktiv gegen Herzschwäche

Herztag am Montag, 27. November, in der AOK - Bundesweite Aufklärung

Herzstiftung

Das Thema Herzschwäche steht im Mittelpunkt des Herztags am Montag, 27. November, 19 Uhr im AOK-Gebäude. In laienverständlichen Vorträgen geben Experten Antworten auf die häufigsten Fragen rund um die weit verbreitete Krankheit. Moderiert wird der Informationsabend für Patienten und Angehörige von Prof. Dr. Sebastian Maier, Chefarzt der II. Medizinischen Klinik am Klinikum St. Elisabeth. Der Eintritt ist frei.

In Deutschland sind nach Schätzung von Experten bis zu drei Millionen Menschen von Herzschwäche betroffen. Es handelt sich dabei nicht um eine eigenständige Erkrankung. Herzschwäche ist vielmehr die Folge anderer Herzerkrankungen – insbesondere von koronarer Herzkrankheit und Bluthochdruck. Weil die Volkskrankheit unterschätzt wird und Warnzeichen wenig bekannt sind, stellt die Deutsche Herzstiftung die Herzwochen heuer unter das Motto „Das schwache Herz“. Mit dem Herztag beteiligen sich die Veranstalter vor Ort an der bundesweiten Aufklärungskampagne. Das sind Ärztlicher Kreisverband, AOK Bayern Direktion Straubing, Volkshochschule und Deutsche Herzstiftung.

Was ist Herzschwäche und wie erkennt man sie? Über Symptome wie Atemnot und Wassereinlagerungen spricht Chefarzt Dr. Dionys Daller von der Klinik Bogen. Er erklärt, wie wichtig es für den Behandlungserfolg ist, die Ursache der Herzschwäche herauszufinden. Die Möglichkeiten und Grenzen von Medikamenten gegen Herzschwäche stellt Dr. Christoph Günther vom Facharztzentrum am Klinikum St. Elisabeth vor. Anhand von Beispielen erläutert er, wie die unterschiedlichen Präparate das Herz entlasten.

Neben Medikamenten können auch technische Geräte das schwache Herz wieder leistungsfähiger machen. Bei welchen Patienten welcher Eingriff hilft – zum Beispiel Stent oder Bypass –, erklärt Dr. Christian Baier vom Facharztzentrum am Klinikum St. Elisabeth. Er gibt einen Überblick, wann spezielle Schrittmacher und Defibrillatoren sinnvoll sind. Werden Medikamente nicht richtig eingenommen, kann es bei Patienten mit Herzschwäche zu großen Problemen kommen. Wie Angehörige im Notfall richtig reagieren und was sie tun können, darüber informiert Andreas Pöschl von der Klinik Bogen.

Dass auch mit Herzschwäche ein gutes Leben möglich, verdeutlicht Dr. Regine Langer-Huber vom Facharztzentrum am Klinikum St. Elisabeth. Betroffene erfahren, worauf zu achten ist, um ihre Lebensqualität zu verbessern und den Alltag zu meistern. Ein wichtiger Punkt ist Bewegung: Durch maßvolles Ausdauertraining kann die Herzschwäche gelindert werden.

Im Anschluss an die Vorträge besteht Gelegenheit, Fragen an die Referenten zu stellen. An Informationsständen gibt die Deutsche Herzstiftung Tipps für die Herzgesundheit. Die AOK berät zu Versorgungsprogrammen für chronisch Kranke und informiert über die Mittelmeer-Küche, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugt.