Ernährung ist Herzensangelegenheit

Besucher wollten beim AOK-Vortrag erfahren, ob Essen krank machen kann

„Kann Essen krank machen?“ Dieses Thema lockte am Montagabend zahlreiche Besucher ins AOK-Foyer. Dr. Martin Huber, Elke Mehr von der Deutschen Herzstiftung, Dr. Regine Langer-Huber und Diplom-Ökotrophologin Andrea Götz von der AOK gaben Auskunft zu Fruktose, Laktose, Cholesterin und Co. und zu den Auswirkungen falscher Ernährung auf das Herz.

AOK-Direktor Georg Kagermeier freute sich in der Hochphase des Faschings und vielleicht auch gerade vor Beginn der Fastenzeit über solch guten Besuch, denn mit der Fastenzeit tritt auch eine bewusste Ernährung mit dem Gesundheitsaspekt wieder in den Vordergrund. Schon im Vorraum konnten sich die Zuhörer bei dieser Veranstaltung aus der Vortragsreihe „Hab ein Auge auf dein Herz“ mit entsprechenden Unterlagen eindecken.

„Was hat eigentlich eine Kardiologin mit dem Essen zu tun?“, fragte Dr. Regine Langer-Huber gleich zu Beginn, bevor sie ihre Berührungspunkte mit dem Thema aufzeigte. Viele Menschen und auch einige Zeitschriften beschäftigten sich damit, uns zum richtigen Essen zu führen. Auf der anderen Seite waren die Deutschen im Durchschnitt noch nie so schwer. Ein Grund mag vielleicht die schnelle Verfügbarkeit kalorienreicher Nahrung sein. Worunter aber leiden unsere Blutgefäße und damit das Herz? Hoher Blutdruck, Diabetes und Rauchen, aber auch Ablagerungen aus oxidiertem LDL-Cholesterin können Ursachen sein. Cholesterin (HDL = gutes, LDL = schlechtes Cholesterin) aber braucht der Körper. Maßnahmen zur Senkung des LDL-Cholesterins können mit einer Änderung des Lebensstils greifen.

Dr. Regine Langer-Huber zeigte ausführlich die beiden Gegenspieler im Gefäß auf und warum es gutes und schlechtes Cholesterin gibt. Dr. Martin Huber meinte, dass der Biss in einen Apfel nicht für jeden gesund sei und was zu tun ist, wenn Milch zu Bauchweh führt. Viele Menschen, die Fruchtzucker (Fructose), Milchzucker (Lactose) oder Sorbit (Sorbitol) nicht vertragen, bekommen Probleme. Es entstehen sogenannte Zuckerverwertungsstörungen. Bei diesen Erkrankungen handelt es sich um keine Allergie (bei der bereits kleine Mengen ausreichen, um eine Reaktion hervorzurufen), sondern um Unverträglichkeiten. Lactose-Unverträglichkeit, Fructose-Intoleranz, Histamin-Unverträglichkeit und Sorbit-Unverträglichkeit und das was man eventuell dagegen tun kann, waren Themen, die sowohl von Dr. Martin Huber wie auch von Andrea Götz angesprochen wurden.

Milchzucker, Fruchtzucker, Histamin und Gluten

Andrea Götz definierte, welche Symptome auftreten können und wie diese Unverträglichkeiten bei Milchzucker, Fruchtzucker und Histamin-Empfindlichkeit nachgewiesen werden können. Die Diplom-Ökotrophologin ging auch auf erhöhte Empfindlichkeit gegen Gluten ein und riet den betroffenen Personen, doch ein Ess-Protokoll zu führen, in dem der Konsum von Speisen und Getränken mit der jeweiligen Uhrzeit genau dokumentiert wird. Essen, was die Natur liefert, und ballaststoffreich genießen, waren weitere Tipps der AOK-Fachfrau. Viele, auf die eigene Person bezogene, aber auch allgemein gehaltene Fragen zu dem zuvor Gehörten beantworteten die Referenten ausgiebig. Sie sorgten für einen erfolgreichen Abschluss der Winter-Vortragsreihe in der AOK.

Aktuelles

Ob Essen krank machen kann, erfuhren viele Besucher am Montagabend im AOK-Foyer von Dr. Martin Huber, Elke Mehr von der Deutschen Herzstiftung, Dr. Regine Langer-Huber, Ernährungsberaterin Andrea Götz und AOK-Direktor Georg Kagermeier (von links).