Info zu Darmkrebs und Divertikeln

Vorträge über Risikofaktoren und Therapiemöglichkeiten beim „Darmtag“

Die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter. Dank moderner Behandlungsmethoden steigen aber die Heilungschancen. Im Rahmen des Straubinger Darmtags am Montag, 14. März, werden zwei Spezialisten auf Risikofaktoren sowie auf Therapiemöglichkeiten im Darmkrebszentrum Straubing eingehen: Prof. Dr. Robert Obermaier und Dr. Martin Huber.

Am Montag, 14. März, um 19 Uhr veranstaltet die AOK-Direktion Straubing gemeinsam mit der Volkshochschule Straubing und dem Ärztlichen Kreisverband einen Gesundheitsvortrag zu dem Thema „Straubinger Darmtag 2016“ im AOK-Veranstaltungsraum, Bahnhofstraße 28. Referenten sind Prof. Dr. med. Robert Obermaier und Dr. med. Martin Huber.

Die Wahrscheinlichkeit, an Darmkrebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Lebensalter. Seit der Einführung der Vorsorge-Darmspiegelung nimmt die Zahl an Neuerkrankungen von Darmkrebs in Deutschland inzwischen sogar wieder ab. Dank moderner Behandlungsmethoden und Operationstechniken steigen die Heilungschancen. Aber es besteht bei bösartigen Erkrankungen wie Darmkrebs immer ein Risiko, dass im Körper auch nach Jahren Tochtergeschwülste entstehen oder im Darm an einer anderen Stelle erneut ein Darmkrebs entsteht. Hier kann oft genauso effektiv behandelt werden, wenn diese neuen Tumore frühzeitig entdeckt werden. Aus diesem Grunde ist eine Nachsorge mit entsprechenden Untersuchungen notwendig, um eine Früherkennung zu gewährleisten. Prof. Dr. Robert Obermaier legt in seinem Vortrag dar, warum diese Nachsorge so wichtig ist und wie die Patienten davon profitieren können.

In ganz Deutschland gibt es knapp 2 000 Krankenhäuser. Nur etwas mehr als jedes zehnte davon hat aktuell die Voraussetzungen erfüllt und das Zertifikat Darmkrebszentrum erhalten, verliehen durch die Deutsche Krebsgesellschaft. Das Klinikum Straubing mit den am Zentrum beteiligten niedergelassenen Kollegen ist eines von diesen 257 Darmkrebszentren (Stand 2014). Die Vorteile für die Patienten liegen auf der Hand. Die enge Abstimmung der Spezialisten im Darmkrebszentrum verbessert zum einen den Ablauf und die Koordination der Behandlung inklusive Vor- und Nachsorge, zum anderen gibt es bereits jetzt Hinweise darauf, dass diese enge Zusammenarbeit auch zu besseren Ergebnissen und somit zu einer höheren Heilungschance für die Patienten führt. Jedes Darmkrebszentrum wird jährlich von auswärtigen Fachexperten geprüft und die Behandlungsergebnisse mit denen der anderen Darmkrebszentren verglichen. Hier werden dem Darmkrebszentrum Straubing bereits seit mehreren Jahren hervorragende Behandlungsergebnisse mit einer äußerst geringen Komplikationsrate bescheinigt.

Prof. Dr. Robert Obermaier möchte in seinem Vortrag das Darmkrebszentrum Straubing kurz vorstellen und dann auch zeigen, warum es in Deutschland eine Spitzenposition einnimmt, wenn man die Behandlungsergebnisse betrachtet. Divertikel (Darmausstülpungen) gehören zu den häufigsten Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. 60 Prozent der über 70-Jährigen haben Divertikel und wegen Komplikationen der Divertikelkrankheit nimmt die stationäre Aufnahme der Patienten zu. Es ist jetzt auch eine Zunahme der Erkrankung bei der jüngeren Bevölkerung zu beobachten. Dr. Martin Huber wird sowohl auf die Risikofaktoren als auch auf die Diagnostik und Therapie der Erkrankung eingehen. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

 

Aktuelles
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Dr. Martin Huber und Prof. Dr. Robert Obermaier (rechts) sind Spezialisten für Darmerkrankungen und klären über Behandlungsmethoden und Risiken auf.