Kann Essen krank machen?

Arztvorträge in der AOK am Montag, 20. Februar, um 19 Uhr

„Kann Essen krank machen? Über Fruktose, Laktose, Cholesterin und Co.“, so heißt der Vortragsabend am Montag, 20. Februar, 19 Uhr, im Foyer der AOK. Es referieren Internist Dr. Martin Huber, Kardiologin Dr. Regine Langer-Huber und AOK-Ernährungsberaterin Andrea Götz. Der Eintritt ist frei, jeder Interessierte ist willkommen.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Vortragsreihe „Hab ein Auge auf Dein Herz“ statt, die auf Einladung von Internistischer Praxis Dr. Huber/Dr. Langer-Huber, Klinikum St. Elisabeth, Vitalsportverein, Rehazentrum und Deutscher Herzstiftung üblicherweise im Rehazentrum stattfindet.

Bereits vor mehr als 2000 Jahren machte Hippokrates, der Vater der griechischen Medizin, die Beobachtung, dass einzelne Patienten nicht die kleinste Menge Käse zu sich nehmen konnten, ohne schwer zu erkranken. Er ordnete damals als Therapie an, „esse keinen Käse“. Nahrungsmittelallergien und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten sind keine modische Erscheinung, wie manchmal vermutet. Viele Patienten leiden unter bestimmten Nahrungsmitteln, deshalb nimmt das Thema Nahrung und Krankheit immer mehr an Bedeutung zu. Dr. Martin Huber wird hauptsächlich auf die Nahrungsunverträglichkeiten bei Laktose, Fruktose, Sorbit und Gluten sowie Geschmacksverstärkern eingehen.

Erst vor wenigen Tagen haben die Medien berichtet, dass die Deutschen so dick wie nie sind. Wir leben in einer Gesellschaft, die einerseits eine hohe Information darüber hat, was gesund wäre, die uns aber durch mangelnde Bewegung und schnelle Verfügbarkeit kalorienreicher Nahrung regelrecht ins Übergewicht treibt („Snacking“). Dazu kommt ein hoher Anteil an Nahrungsmitteln, die stärke- und zuckerhaltig sind.

„Die verteufelten Fette in der Ernährung wie LDL-Cholesterin und Triglyceride sind durchaus wichtig, im Übermaß aber sehr schädlich für die Gefäße und sind insbesondere bei genetischen Faktoren Ursachen von Herzinfarkt und Schlaganfall“, sagt Dr. Regine Langer-Huber. Während man vor zwei bis 30 Jahren in der Ernährungspyramide Getreideprodukte an die erste Stelle rückte, danach Gemüse und Obst, gefolgt von Milchprodukten, Eiern und Fleisch und Süßigkeiten, und tierische Fette nur in geringen Mengen empfahl, ist die Basis der Ernährung heute ein Großteil an pflanzlichen Nahrungsmitteln (Gemüse, Salate) gefolgt von Milchprodukten, Butter, Fleisch, Fisch und Eiern. Brot, Nudeln und Reis sowie Kartoffeln sollen nur in Maßen genossen werden und am wenigsten Zucker, Weißmehl und Süßigkeiten. „Oft muss man nur wenig umstellen, um die Gefäßgesundheit zu fördern“, sagt Dr. Regine Langer-Huber.

Viele Betroffenen befürchten, nun auf leckere Sachen verzichten zu müssen. „Doch dies ist selten notwendig“, kann AOK-Ernährungsberaterin Andrea Götz beruhigen. Mit ein paar Tricks und der richtigen Kombination verschiedener Lebensmittel kann man die Verträglichkeit erheblich verbessern. Dazu gibt Andrea Götz ebenso nützliche wie praktikable Tipps.

Aktuelles
Aktuelles
Aktuelles

Referieren am Montag, 20. Februar, in der AOK über das Thema „Kann Essen krank machen?“ (v.l.): Internist Dr. Martin Huber, Kardiologin Dr. Regine Langer-Huber und Diplom-Ökotrophologin Andrea Götz.