Mit Herz und Hirn

Vortrag der Patientenakademie am 10. Januar

„Wenn Herz und Hirn nachlassen“ ist das Thema des nächsten Vortrags der Patientenakademie des Fachärztekreises Straubing-Bogen am Mittwoch, 10. Januar, 18.30 Uhr, im Hotel Gäubodenhof, Theresienplatz. Der Eintritt ist frei. In der ersten Veranstaltung aus dieser Reihe im neuen Jahr werden Dr. Regine Langer-Huber, Kardiologin in Straubing, und Dr. Ulrich Kausch, Neurologe in Bogen, referieren.

Dr. Langer-Huber wird in ihrem Teil des Vortrags auf die wichtigsten Störungen im Herz-Kreislaufsystem eingehen, die die Hirnfunktion erheblich beinträchtigen können. Das ist die Arteriosklerose, die zu Herzinfarkten, im Gehirn zu Schlaganfällen und Hirnblutungen und damit auch zu einer sogenannten vaskulären Demenz führen kann. Die zweite wichtige Volkskrankheit ist der hohe Blutdruck, der vor allem unbehandelt Blutgefäße, Herzleistung und auch die Gefäße im Gehirn verändern kann. Außerdem wird über die häufigste Rhythmusstörung des Herzens, das Vorhofflimmern gesprochen, das durch Verschleppung von Blutgerinseln ins Gehirn (sogenannte Embolien) ebenfalls zu Schlaganfällen und Ausfällen mehr oder weniger großer Zentren im Gehirn beitragen kann.

Die beste Vorbeugung und Behandlung ist das frühzeitige Erkennen von Risiken und Störungen, um gezielt zu verhindern oder die Folgen zu mildern. Bei bereits eingetretener Demenz kann die Behandlung von Herzkrankheiten auch bessern beziehungsweise das Fortschreiten mildern in Zusammenarbeit von Kardiologen und Neurologen.

Dr. Ulrich Kausch beschäftigt sich in seinem Teil des Vortrags mit nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit. Nicht immer muss eine Demenz hinter Merkfähigkeit und Konzentrationsstörungen stecken. Eine langsam zunehmende geistige Leistungsfähigkeit ist im Alter und bestimmten Situationen normal. Es gilt jedoch zu Beginn abzuklären, ob sich eine ernsthafte Störung hinter den Symptomen verbirgt.

Gerade zu Beginn einer Erkrankung, zum Beispiel auch Alzheimer-Demenz, ist es wichtig, andere behandelbare Demenzformen auszuschließen. Hierzu sind einige Untersuchungen dringend notwendig.

In der Therapie der nachlassenden geistigen Leistungsfähigkeit ergeben sich neben medikamentösen Ansätzen auch Möglichkeiten, durch Verhaltensänderung und spezielles Training den Krankheitsverlauf zu verbessern. Zudem ist es wichtig, auch das soziale Umfeld mit in die Therapie und Aufklärung über die Erkrankung zu integrieren. Auch für nichtbetroffene Menschen ist das Wissen über diese Erkrankung und mögliche Risikofaktoren wichtig.

Referieren über nachlassende Leistung von Herz und Hirn: Kardiologin Dr. Regine Langer-Huber und Neurologe Dr. Ulrich Kausch:

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