Hab ein Auge auf Dein Herz

Ärztliches Vortragsprogramm nicht nur für Herzsport-Teilnehmer geht in neue Runde

„Mein Medikament heißt Bewegung“ ist das Motto der Herzsportgruppen im Vitalsportverein. Ihr wöchentliches Trainingsprogramm wird seit vielen Jahren ergänzt durch eine Reihe von Arztvorträgen zum roten Faden „Hab ein Auge auf Dein Herz“. Die Vorträge finden in den Räumen des Rehazentrums im Gäubodenpark statt. Sie richten sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Es handelt sich um eine Gemeinschafts-Initiative von Praxis Dr. Huber/Dr. Langer-Huber, Klinikum St. Elisabeth, Vitalsportverein, Rehazentrum und Deutscher Herzstiftung. Mit Jahresbeginn geht die Reihe in eine neue Runde.

Herzsport hat beim Vitalsportverein (VSV) eine 35-jährige Tradition, bilanziert Vorsitzender Alois Grasl. Die Intensiv-Herzsportgruppen sind vor 20 Jahren dazugekommen – eigentlich aus der Idee einer ambulanten kardiologischen Reha. Zielgruppe sind frisch und schwerer Erkrankte, sagt Dr. Regine Langer-Huber, die zu den damaligen Initiatoren gehört. Inzwischen gibt es neben dem bereits etablierten Herzsport fünf Intensivgruppen, die sich vormittags treffen. Derzeit in einem Gymnastikraum im Gartencenter Leibl. „Die Nachfrage ist riesig“, sagt Alois Grasl. Tatsächlich würden Herzpatienten heutzutage viel schneller aus dem Krankenhaus entlassen, sagt Dr. Regine Langer-Huber. Viele Herzpatienten wüssten gerade so kurz nach ihrer Akuterkrankung zu schätzen, dass hier während der Übungsstunde ein Arzt präsent ist, der im Notfall eingreifen kann und darauf achtet, dass die Leistungsfähigkeit nicht überschritten wird, sagt Dr. Martin Huber. Was Grasl auffällt, ist, dass inzwischen 50 Prozent der Teilnehmer Frauen sind. Beruflicher Stress treffe sie inzwischen gleichermaßen.

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Stellten ein abwechslungsreiches Vortragsprogramm vor (v.l.): Elke Mehr, ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung, Alois Grasl, Vorsitzender des Vitalsportvereins, Initiatorin Dr. Regine Langer-Huber, Johann Ertl und Dr. Martin Huber, die Geschäftsführer des Rehazentrums, sowie Dr. Isolde Leeb (2.v.r.), Ärztliche Leiterin des Rehazentrums.

Seit Jahren begleitet das sportliche Trainingsprogramm eine Reihe von Arztvorträgen. Anfangs nur mit dem Thema Herzerkrankung, inzwischen habe man die Themenpalette auf weitere herznahe Erkrankungen erweitert, sagt Dr. Regine Langer-Huber. Die Vorträge, die einmal monatlich stattfinden, seien in jeder Hinsicht ein Selbstläufer geworden. Die Referenten stellten sich ehrenamtlich zur Verfügung, das Rehazentrum kostenlos den Raum.

Die Vorträge seien beim Publikum begehrt, viele fragten schon zu Jahresbeginn nach. „Es ist so gut wie immer voll“, sagt Elke Mehr, ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung. Sie schätzt es, dass es den Patienten ein Anliegen ist, gut informiert zu sein. „Das ist auch ein Stück Prävention“, sagt Alois Grasl. Die Kommunikation unter den Patienten sei ebenfalls ein positiver Faktor, um mit der Erkrankung zurechtzukommen.

 

Zeitungsartikel aus dem Straubinger Tagblatt vom 20.01.2018