Herzinfarkt – was nun?

Am Dienstag, 19 Uhr, Auftakt der Vortragsreihe im Rehazentrum

Der Auftakt zur Vortragsreihe für Herzsportgruppen-Teilnehmer, Angehörige von Patienten und alle Interessierten im Rehazentrum (Eingang Ärztehaus im Gäubodenpark, Hebbelstraße) findet am kommenden Dienstag, 23. Januar, um 19 Uhr, statt. Es referiert Kardiologin Dr. Regine Langer-Huber zum Thema „Herzinfarkt – was nun?“. Der Eintritt ist frei.

Der Herzinfarkt komme zwar unvorhersehbar, aber er komme meist nicht aus heiterem Himmel, oft gehe unbemerkt eine lange Vorgeschichte voraus, macht Dr. Regine Langer-Huber in ihrem Vortrag aufmerksam. Deswegen sei es so wichtig, dass man bei Symptomen, die man nicht einordnen könne, den Arzt aufsuche und die Herzkranzgefäßerkrankung frühzeitig erkenne. Oft beginnt die Erkrankung schon Jahrzehnte davor als Folge von Bewegungsmangel, Übergewicht, Rauchen, Stress sowie Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung. Genetische Risikofaktoren spielten auch eine große Rolle.

Ist es zu einem Herzinfarkt gekommen, sollte sofort der Notruf abgesetzt werden über 112, so ihr Appell. „Dann hilft nicht mehr der Hausarzt, sondern der Notarztwagen – der Patient muss sofort in eine Klinik mit 24-Stunden Herzkatheterbereitschaft.“

„Nach dem Herzinfarkt wird die dauerhafte Einnahme blutverdünnender Medikamente nötig sein“, so die Kardiologin, die in ihrem Vortrag auf die Palette der Medikamente sowie Risikofaktoren eingehen wird.

Gleichzeitig appelliert sie an die Bevölkerung, sich in Wiederbelebung durch Herzdruckmassage und Einsatz eines Defibrillators schulen zu lassen. Überraschend sei der Effekt von Bewegung. Außer bei akuter Herzschwäche und bei akutem Herzinfarkt könne jeder Mensch mit Herzkrankheit ein individuell ausgerichtetes, regelmäßiges Bewegungsprogramm absolvieren.

Die Referentin wird auch kurz auf Stent-Implantationen, Bypass-Operation und Herzschrittmacher eingehen.

 

Zeitungsartikel aus dem Straubinger Tagblatt vom 20.01.2018