Wie Langläufer ohne Ski

Eine feste Größe geworden: Fünf-Kilometer-Reha-Zentrum-Walking-Cup beim Herzogstadtlauf

Der nächste Herzogstadtlauf findet am Sonntag, 10. Juni, statt. Rund 4 600 Straubinger und Gäste hatten vergangenes Jahr ihren Spaß dabei, die Fans an der Strecke nicht minder. Unter den Teilnehmern waren auch über 400 Walker beim Fünf-Kilometer-Reha-Zentrum-Walking-Cup. Wie der Herzogstadtlauf erfährt der Walking-Cup heuer eine weitere Auflage. Anmelden kann man sich online ab 1. Februar.

Aktuelles

Freuen sich auf die nächste Auflage des Fünf-Kilometer-Reha-Zentrum-Walking-Cups beim Herzogstadtlauf (v.l.): Stadtmarketing-Manager Matthias Reisinger, Elke Mehr, ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung, Alois Grasl, Vorsitzender des Vitalsportvereins, Stadträtin Dr. Regine Langer-Huber, Dr. Isolde Leeb, Ärztliche Leiterin des Rehazentrums, und Dr. Martin Huber, Geschäftsführer des Rehazentrums.

Stadtmarketing-Manager Matthias Reisinger ist sicher, dass die Zahl der Walker mindestens konstant bleibt, wenn nicht noch höher wird. Walker habe es bei diesem Sportereignis von Anfang an gegeben. Großen Anteil, dass sich diese Sparte aber so gut entwickelt hat, habe das Rehazentrum und der Vitalsportverein, würdigt er deren Engagement. Mit der Philosophie von Alois Grasl, Vorsitzender des Vitalsportvereins, und Dr. Isolde Leeb, Ärztliche Leiterin des Rehazentrums, ist Reisinger voll auf einer Linie: Nicht nur Leistungssportler sollten an diesem Tag zum Zug kommen, sondern alle Menschen, die Spaß an Bewegung haben. Auch jene, die wegen einer gesundheitlichen Einschränkung nicht so schnell unterwegs sein können. „Prävention ist wichtig“, sagt Dr. Isolde Leeb. Das komme hier mit positiven Beispielen zum Tragen. „Das passt gut zur Gesundheitsregion Plus“, sagt Dr. Martin Huber, Geschäftsführer des Rehazentrums. Fast die Hälfte der Teilnehmer des Herzogstadtlaufs nehme über eine Firmenanmeldung teil, bilanziert Reisinger. Gerade vor diesem Hintergrund komme es vielen Firmenangehörigen entgegen, wenn sie als Walker teilnehmen und diese Gemeinschaftserfahrung machen könnten. Im Übrigen sollte man Nordic Walking nicht unterschätzen, sagt Dr. Isolde Leeb. Beim Nordic Walking wird der gesamte Körper aktiviert – sogar stärker als beim Joggen. Entscheidend dafür ist der richtige Armeinsatz, der Motor der Bewegung. Man kann sich das so vorstellen: „Als Nordic Walker ist man kein Spaziergänger mit Stöcken, sondern ein Langläufer ohne Ski“, heißt es. Alois Grasl imponiert ebenso wie Dr. Regine Langer-Huber, dass sogar Mütter und Väter mit Kinderwagen beim Walking-Cup dabei sind. Und wenn man die Beteiligung von 4 600 Menschen beim Herzogstadtlauf generell in Relation zur Bevölkerung Straubings setze, schaue manche Großstadt mit ihren Sportereignissen im Vergleich alt aus. Denn zehn Prozent ihrer Einwohner bringe kaum eine Stadt auf die Beine.

Heuer, signalisiert Matthias Reisinger, sei man Anregungen der Walker entgegengekommen, vor allem nach einer früheren Startzeit. So können die Walker bereits um 10.45 Uhr am Hagen starten und nicht wie 2017 erst um 12 Uhr, was bei Hitze für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen eine Herausforderung sein kann. Und die Walker profitierten davon, dass zu dieser Zeit noch viele Zuschauer am Straßenrand stehen.

Walker, die sich der Gruppe des Rehazentrums anschließen möchten, können sich dort gerne melden. Elke Wiesmann vom Rehazentrum ist Ansprechpartner (Tel. 09421/568 380, e-mail: info@reha-straubing.de). Eigene Vorbereitungsgruppen gibt es nicht, allerdings gibt es beim Vitalsportverein wöchentliche Walkinggruppen sowie im Präventionsprogramm des Rehazentrums und Präventionsleitfaden der Gesundheitsregion Plus.

Info

Für den Fünf-Kilometer-RehaZentrum-Walking-Cup sind alle (Nordic-)Walker jeden Alters startberechtigt. Die Startgebühr beträgt bis 28. Februar 15 Euro, bis 30. April 19 Euro und bis 21. Mai 23 Euro. Bei der Nachmeldegebühr wird für den erhöhten Organisationsaufwand eine Kostenpauschale von fünf Euro auf den letzten Staffelpreis erhoben. Unter den Teilnehmern werden wieder drei Sachpreise verlost.

 

Zeitungsartikel aus dem Straubinger Tagblatt vom 25.01.2018